Dieses grüne Wunder ist in China bekannt, weil dort die Menschen, die es regelmäßig nutzen, oft über 100 Jahre alt werden. Kein Wunder, dass es diesen Beinamen bekommen hat! Früher war es ein echtes Geheimnis aus abgelegenen chinesischen Bergregionen, wo es nicht nur als Tee getrunken, sondern auch wie Spinat gegessen wurde. Erst in den 1970er Jahren ist Forschern aufgefallen, wie eng die Langlebigkeit der Menschen dort mit dem Genuss von Jiaogulan verbunden war – und zack, war es kein Geheimnis mehr!
Jiaogulan wird oft "Fünf-Finger-Ginseng" genannt, wegen seiner Blattform, die an kleine, grüne Finger erinnert. Und auch wenn es nicht mit echtem Ginseng verwandt ist, hat es doch erstaunlich ähnliche Wirkstoffe, die sogenannten Gypenoside. Das sind Saponine, die für ihre schleimlösenden, entzündungshemmenden und immunstärkenden Eigenschaften bekannt sind. Und als wäre das nicht genug, stecken auch noch wertvolle Flavonoide wie Rutin und Quercetin drin, die als starke Antioxidantien und antibakterielle Wirkstoffe unsere Zellen schützen. Es ist wirklich faszinierend, dass eine Pflanze aus den Kürbisgewächsen so ähnliche Stoffe wie Ginseng, ein Araliengewächs, bilden kann – das ist botanisch eine Seltenheit!
In unserer Familie haben wir schon oft erlebt, wie toll Jiaogulan wirkt. Bei Magenproblemen hat es uns schon super geholfen, und selbst bei Zahnschmerzen konnte es Linderung verschaffen. Das Schöne ist: Es schmeckt pur wirklich sehr, sehr lecker! Sogar unser Kleinster hält morgens am Kraut an, bevor er zur Kita oder nun bald zur Schule geht – er liebt es einfach!
Die Wissenschaft ist übrigens auch total begeistert von Jiaogulan und es gibt eine Menge spannender Studien dazu. Lasst mich euch ein paar Beispiele geben:
Bei der Blutzucker-Regulierung zum Beispiel: Eine klinische Studie mit 24 Typ-2-Diabetes-Patienten zeigte, dass täglicher Jiaogulan-Tee über 12 Wochen zu einer deutlichen Verbesserung der Blutzuckerwerte führte, sowohl kurz- als auch langfristig. In einer anderen Studie half die Kombination von Jiaogulan-Extrakt mit einem gängigen Diabetes-Medikament, die Blutzuckerwerte noch besser in den Griff zu bekommen, als das Medikament allein. Präklinische Studien deuten sogar darauf hin, dass Jiaogulan die Insulinresistenz verbessern kann, was bei Typ-2-Diabetes oft die Ursache ist. Und wisst ihr, was besonders cool ist? Eine Studie fand heraus, dass Jiaogulan und Traubenextrakt ihre positive Wirkung auf die Insulinresistenz gegenseitig verstärken – das nennt man Synergieeffekt!
Auch beim Fettstoffwechsel zeigt Jiaogulan vielversprechende Ergebnisse. Klinische Studien konnten zeigen, dass die chinesische Pflanze dabei helfen kann, die "schlechten" Cholesterin-, Triglycerid- und LDL-Werte im Blut zu senken, während die "guten" HDL-Werte anstiegen. Das ist super wichtig, denn erhöhte Werte dieser Fette gelten als Risikofaktoren für verschiedene Volkskrankheiten.
Als Antioxidans ist Jiaogulan ein echtes Ass! Es ist besonders dafür bekannt, die Konzentration der Superoxid-Dismutase (SOD) im Körper zu erhöhen. SOD ist eines unserer wichtigsten körpereigenen Antioxidantien, und Forscher vermuten, dass ihre Konzentration proportional mit der Lebenserwartung verschiedener Tierarten zusammenhängt. Das könnte ein Teil des Rätsels sein, warum Jiaogulan als "Kraut der Unsterblichkeit" gilt. Es hilft, den oxidativen Stress zu reduzieren, der entsteht, wenn zu viele freie Radikale im Körper unterwegs sind und unsere Zellen schädigen können.
Und dann sind da noch die adaptogenen Eigenschaften: Das bedeutet, Jiaogulan kann unserem Körper helfen, sich besser an Stress anzupassen und unsere Leistungsfähigkeit zu unterstützen. In einer präklinischen Studie wurde genau das untersucht: Über 28 Tage erhielten Mäuse entweder eine Salzlösung oder Jiaogulan-Extrakte. Am Ende zeigte die Jiaogulan-Gruppe eine deutlich größere körperliche Leistungsfähigkeit und auch einige blutwerte, die mit Müdigkeit in Verbindung stehen, hatten sich verbessert.
Neben diesen gut erforschten Bereichen gibt es auch vielversprechende präklinische Studien zur Wirkung von Jiaogulan bei Magengeschwüren, Parkinson und allergischem Asthma. Auch regulierende Effekte auf das Immunsystem und das Körpergewicht werden diskutiert.
Für mich ist Jiaogulan ein echtes Geschenk der Natur und ein fester Bestandteil unserer täglichen Routine. Und der Anbau ist wirklich unkompliziert. Die Pflanze breitet sich im Topf oder Garten schnell aus, indem ihre Ranken Wurzeln bilden – also hat man immer genug Nachschub! Ich kann euch nur ermutigen, es selbst auszuprobieren. Vielleicht wird es ja auch bald zu eurem persönlichen "Kraut der Unsterblichkeit"!


